Was ist eine Verbrennung zweiten Grades?
Eine Verbrennung zweiten Grades ist eine schwerwiegendere Art von Verbrennung, die sowohl die äußere Schicht der Haut (Epidermis) als auch die darunter liegende Schicht (Dermis) betrifft. Diese Verbrennungen liegen tiefer als Verbrennungen ersten Grades und sind in der Regel schmerzhafter und schwerer.
Häufige Anzeichen für eine Verbrennung zweiten Grades sind:
- Rötung und Schwellung
- Blasen, die nässen oder aufbrechen können
- Nasses oder glänzendes Erscheinungsbild an der Wundstelle
- Starke Schmerzen oder Zärtlichkeit bei Berührung
Da die Schädigung tiefere Hautschichten erreicht, dauert die Heilung länger, in der Regel 2 bis 3 Wochen oder länger, und erfordert oft ärztliche Hilfe, um Komplikationen zu vermeiden.
Wie kommt es zu der Wunde?
Verbrennungen zweiten Grades entstehen in der Regel durch längere oder intensivere Exposition gegenüber Hitze, Chemikalien oder anderen Quellen von Hautschäden. Häufige Ursachen sind:
- Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten oder Dampf: Verschüttetes kochendes Wasser, Suppe oder Öl kann schnell tiefe Gewebeschäden verursachen.
- Direkter Kontakt mit Flammen oder heißen Oberflächen: Der Kontakt mit Feuer, Öfen oder erhitzten Geräten, selbst wenn er nur einige Sekunden dauert, kann zu solchen Verbrennungen führen.
- Schwerer Sonnenbrand: Eine längere Sonnenexposition, insbesondere ohne Sonnenschutzmittel, kann zu Blasenbildung führen, die über die oberste Hautschicht hinausgehen.
- Chemische Verbrennungen: Starke Säuren oder Laugen, die bei Reinigungsarbeiten oder in der Industrie verwendet werden, können tief in die Haut einbrennen.
- Elektrische Verbrennungen: Elektrischer Strom kann zu Verbrennungen der Haut und des tieferen Gewebes führen, vor allem, wenn die Haut nass ist oder über längere Zeit exponiert wird.
- Reibungsverbrennungen: Starkes Reiben gegen raue Oberflächen (wie beim Sturz auf einem Laufband) kann zu Reibungsverbrennungen zweiten Grades führen.
Was passiert, wenn sie nicht behandelt werden?
- Infektion: Die gebrochene Haut und die offenen Blasen bergen das Risiko einer bakteriellen Infektion. Ohne angemessene Reinigung und Schutz kann die Wunde röter werden, weiter anschwellen oder Eiter bilden, was zu Komplikationen wie Zellulitis oder in schweren Fällen sogar zu einer systemischen Infektion führen kann.
- Verlängerte Heilung: Bei Verbrennungen zweiten Grades dauert die Heilung länger. Ohne die richtige Behandlung (z. B. die Wunde feucht halten und schützen) kann sich die Heilung verzögern, und das Risiko tieferer Gewebeschäden steigt.
- Narbenbildung: Diese Verbrennungen führen oft zu Narbenbildung, wenn sie nicht richtig behandelt werden. Infektionen, übermäßige Entzündungen oder sich ablösende Blasen können dazu führen, dass die Haut ungleichmäßig heilt, was zu bleibenden Flecken oder dicken, erhabenen Narben (hypertrophen Narben) führt.
- Verlust der Hautfunktion: Geschädigte Haut kann ihre Fähigkeit verlieren, die Temperatur zu regulieren, Feuchtigkeit zu speichern oder sich gegen äußere Reize im betroffenen Bereich zu schützen, insbesondere wenn die Heilung gestört ist.
- Hyperpigmentierung oder Verfärbung: Eine unsachgemäße Wundversorgung kann nach der Heilung zu einem ungleichmäßigen Hautton, dunklen Flecken oder hellen Stellen führen, insbesondere in sonnenexponierten Bereichen oder bei Personen mit dunklerer Haut.
- Starke Schmerzen und Unbehagen: Verbrennungen zweiten Grades sind schmerzhaft. Bleiben sie unbehandelt, können sich die Schmerzen verschlimmern und schwer zu beherrschen sein. Entzündete oder freiliegende Nervenenden in der Dermis können die Empfindlichkeit und das Unbehagen erhöhen.