Sonstiges

Diese Wunde gehört zu

Sonstiges

Sonstiges

Zu dieser Kategorie gehören weniger häufige, aber medizinisch bedeutsame Hautwunden, die entweder auf genetische Störungen oder psychische Erkrankungen zurückzuführen sind. Diese Wunden werden nicht durch äußere Traumata oder systemische Krankheiten wie Diabetes verursacht, fallen aber aufgrund ihres inneren oder verhaltensbedingten Ursprungs dennoch unter pathologische Wunden.

Epidermolysis Bullosa (EB)

Was ist Epidermolysis Bullosa?

Sonstiges

Epidermolysis Bullosa (EB) ist eine seltene genetische Störung, die die Haut extrem brüchig werden lässt. Schon geringe Reibung, Hitze oder Druck können zu schmerzhaften Blasen, Wunden oder Hautrissen führen. Die Erkrankung tritt von Geburt an auf und ist je nach Subtyp (z. B. EB simplex, dystrophische EB oder junktionale EB) unterschiedlich stark ausgeprägt.

Wie kommt es zu der Wunde?


EB wird durch genetische Mutationen verursacht, die Proteine beeinträchtigen, die für die Aufrechterhaltung der Festigkeit und Struktur der Haut verantwortlich sind. Bei gesunden Menschen sind die Hautschichten fest miteinander verbunden. Bei EB-Patienten ist die strukturelle Unterstützung schwach oder fehlt, so dass jede mechanische Kraft - Reiben, Reibung an der Kleidung oder leichte Verletzungen - dazu führen kann, dass sich die Hautschichten trennen und Blasen oder offene Wunden bilden.

Diese Wunden sind chronisch und treten oft an denselben Stellen wieder auf. Sie können nicht nur die Haut betreffen, sondern in schwereren Fällen auch die Innenauskleidung, z. B. in Mund oder Speiseröhre.

Was passiert, wenn sie nicht behandelt werden?

  • Chronische Schmerzen und Unwohlsein: Die ständige Bildung von Blasen und offenen Wunden führt zu anhaltenden Schmerzen, die oft eine tägliche Wundpflege und Schmerzbehandlung erfordern.
  • Hohes Infektionsrisiko: Offene Wunden sind anfällig für bakterielle Infektionen, die sich bei EB-Patienten aufgrund des häufigen Hautabbaus schnell ausbreiten können.
  • Narbenbildung und Verformungen: Wiederholte Verwundung und Heilung können Narbenbildung, das Zusammenwachsen von Fingern oder Zehen und Kontrakturen (Verengungen der Haut oder der Gelenke) verursachen, insbesondere bei schweren Formen.
  • Ernährungs- und Wachstumsfragen: Schmerzhafte Blasen im Mund oder in der Speiseröhre können die Nahrungsaufnahme beeinträchtigen, was bei Kindern zu Unterernährung und Wachstumsverzögerungen führt.
  • Erhöhtes Krebsrisiko: Lang andauernde Wunden und chronische Entzündungen können das Risiko erhöhen, an aggressivem Hautkrebs wie Plattenepithelkarzinomen zu erkranken, insbesondere im Erwachsenenalter.
  • Emotionale und psychologische Auswirkungen: Die sichtbaren Wunden, die eingeschränkte Mobilität und die Abhängigkeit von Pflegekräften können zu Angstzuständen, Depressionen und sozialer Isolation führen.

Erfundene Wunden (selbst zugefügt)

Was sind fiktive Wunden?

Erfundene Wunden (selbst zugefügt)

Unter fiktiven Wunden versteht man Verletzungen, die sich Personen absichtlich selbst zufügen, in der Regel, um die Rolle eines Patienten zu übernehmen. Dieses Verhalten steht im Zusammenhang mit psychiatrischen Erkrankungen wie dem Münchhausen-Syndrom oder einer selbst auferlegten fiktiven Störung. Diese Personen fügen sich Wunden durch Schneiden, Verbrennen, Rupfen oder den Einsatz von Chemikalien zu, oft an leicht zugänglichen und manipulierbaren Stellen.

Wie kommt es zu der Wunde?

Diese Wunden sind nicht zufällig oder auf eine zugrunde liegende körperliche Krankheit zurückzuführen, sondern werden in der Regel selbst zugefügt, und zwar auf kontrollierte und sich wiederholende Weise. Die Person kann sich heimlich verletzen und dann ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, wobei sie manchmal die Ursache leugnet. Bei einer psychiatrischen Untersuchung werden häufig zugrunde liegende psychische Erkrankungen wie Persönlichkeitsstörungen, Traumata oder ein Bedarf an Aufmerksamkeit oder Pflege festgestellt.

Was passiert, wenn sie nicht behandelt werden?

  • Verschlimmerung des psychischen Zustands: Ohne psychiatrische Behandlung setzt sich der Kreislauf von Selbstverletzungen und medizinischem Verhalten oft fort und kann eskalieren.
  • Chronische, nicht heilende Wunden: Da der Betroffene die Wunde immer wieder öffnen oder verschlimmern kann, wird die Heilung verzögert oder unmöglich, was zu langfristigen Hautschäden führt.
  • Erhöhtes Risiko einer schweren Infektion: Selbst zugefügte Wunden, insbesondere wenn sie mit unsterilen Werkzeugen oder in einer unsterilen Umgebung entstanden sind, sind sehr anfällig für bakterielle Infektionen, einschließlich Zellulitis oder Abszesse.
  • Dauerhafte Narbenbildung und Entstellung: Wiederholte Verletzungen können zu sichtbaren Narben oder Entstellungen führen, insbesondere wenn tiefe Haut- oder Weichteilschichten betroffen sind.
  • Fehldiagnosen und unnötige Behandlungen: Die Leistungserbringer im Gesundheitswesen erkennen möglicherweise nicht sofort, dass die Wunden nur vorgetäuscht sind, was zu unnötigen Tests, Behandlungen oder Operationen führt und die Kosten und medizinischen Risiken im Gesundheitswesen erhöht.
  • Soziale und berufliche Auswirkungen: Anhaltende Wunden und Krankenhausaufenthalte können die Fähigkeit des Betroffenen beeinträchtigen, Beziehungen, Arbeit und tägliche Routinen aufrechtzuerhalten, was zu weiterer Isolation und emotionaler Belastung beiträgt.
Get Produkt kann mit dieser Wunde umgehen
Jetzt Anfrage senden