Thorakotomie-Wunde

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Thorakotomie-Wunde

Was ist eine Thorakotomie?

Eine Thorakotomie ist ein größerer chirurgischer Eingriff, bei dem ein Einschnitt in die Brustwand, meist zwischen den Rippen, vorgenommen wird, um Zugang zur Lunge, zum Herzen, zur Speiseröhre oder zu den großen Blutgefäßen zu erhalten. Sie wird häufig bei Lungenkrebsoperationen, Herzoperationen oder bei der Behandlung von Traumata durchgeführt. Dieses Verfahren ermöglicht den Chirurgen einen direkten Einblick in die Brusthöhle, führt jedoch zu einer erheblichen Wunde.

Wie entsteht die Wunde?


Es wird ein langer Schnitt an der Seite oder am Rücken des Brustkorbs (oft zwischen den Rippen) vorgenommen, und die Rippen können gespreizt oder teilweise entfernt werden, um Zugang zu den inneren Organen zu erhalten. Nach der Operation wird die Wunde mit Nähten oder Klammern verschlossen und es können Drainageschläuche gelegt werden.

Was passiert bei unsachgemäßer Behandlung?

  • Infektion der Brustwunde oder der Lunge: Der Schnitt liegt tief und nahe an den lebenswichtigen Organen, so dass es schnell zu einer Infektion kommen kann, die möglicherweise zu einer Lungenentzündung oder einem Empyem (Eiteransammlung in der Brusthöhle) führt.
  • Dehiszenz der Wunde oder Rippentrennung: Wenn die Wunde nicht richtig gestützt oder zu früh belastet wird, kann sie sich wieder öffnen oder eine Verschiebung der Rippen verursachen.
  • Starke Schmerzen und eingeschränkte Mobilität: Eine schlechte Heilung kann zu chronischen Schmerzen, Atembeschwerden oder eingeschränkter Schulterbewegung führen.
  • Flüssigkeitsansammlung (Serom oder Hämothorax): Unbehandelte Wunden können dazu führen, dass sich Flüssigkeit oder Blut in der Brusthöhle ansammelt.
  • Narbenbildung oder Nervenschädigung: Bei schlechter Heilung können dicke oder schmerzhafte Narben und nervenbedingte Schmerzen (Interkostalneuralgie) entstehen.
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